Doreen
Compagnie Lieux-Dits – David Geselson
Im Jahr 2006 veröffentlichte André Gorz Lettre à D., ein Bekenntnis an seine Frau Doreen Keir, die damals an einer unheilbaren Krankheit litt. Darin erzählt er die Geschichte ihrer Liebe und lässt uns ihre 58 gemeinsamen Lebensjahre durchleben. Ein Jahr später wurden André und Doreen tot in ihrem Bett aufgefunden. Doreen bildet einen Kontrapunkt zu diesem öffentlich gemachten Bekenntnis. Es geht darum, sich eine Stimme für sie vorzustellen und diese zu schreiben. Wir befinden uns an einem Abend im Jahr 2007 im Haus des Paares. Beide haben Essen und Trinken vorbereitet und heißen uns bei sich zu Hause willkommen. In einer Stunde werden sie Selbstmord begehen. Bis dahin reden sie.
Es handelt sich um eine Adaption, einen Diebstahl, einen Versuch zwischen dokumentarischer Realität und fiktionaler Darstellung dieses Paares, insbesondere der geliebten Frau, die wir nicht kennen und die mit dem Mann sterben wird, der sagt, ihr sein Leben zu verdanken.
Zusätzliche Info: Gespräch mit den Darstellern nach der Vorstellung am 25. September.
